Worte ohne Wissen und Worte, die Vorstellungen und Meinungen bilden, ohne pers√∂nliche  Erfahrung darin und dahinter, sind Worte des Zweiflers der gerne glauben m√∂chte ohne Verantwortung zu √ľbernehmen. Worte, die der TAT NICHT ENTSPRECHEN, sind und bleiben au√üerdem einfach nur Worte. Leere H√ľlsen ohne Wert. Vergangen in dem Augenblick in dem sie gesprochen oder geschrieben wurden. Verg√§nglich die Wahrheit und der Inhalt darin. Worte von gestern, ohne Erinnerung.

Worte, die gelesen werden sind immer subjektiv und immer auch im Auge des Betrachters, allein deshalb schon unvollständig und bestenfalls Worte des Anstoßes.

Worte die ein Autor verfasst entsprechen immer, vorausgesetzt er ist um Wahrhaftigkeit bem√ľht, seinem augenblicklichen Wissens- und Entwicklungsstand und, falls er nicht starr verhaftet in Glaubensmustern und Abh√§ngigkeiten lebt, wird er sich schon weiterentwickelt haben, noch bevor das Papier auf dem er schrieb, trocken ist. √úberholt der Text im Augenblick des Entstehens.

W√ľrde ich nun die Funktion einer Kaffeemaschine beschreiben, beschrieb ich einen rational erkl√§rbaren Vorgang, der bei allen Kaffeemaschinen dieses Typs G√ľltigkeit h√§tte und sich verstandesgem√§√ü logisch erkl√§ren lie√ü.

So aber schreibe ich in Ausschnitten √ľber etwas, das mehr "Gesichter" hat als es Menschen gibt und in der westlichen Welt, mangels verlorengegangener Erfahrung und auch fehlenden Mutes dem Leben gegen√ľber, sich an Konstrukten orientiert die geborgt und damit eben auch unvollst√§ndig, weil nicht eigen, sind.

Schamanismus erkl√§ren zu wollen, ist der Versuch das Unermessliche in einen Messbecher zu st√ľrzen um das gro√üe Ganze erkl√§rbar zu machen, es in Schubladen zu packen, um es "br√∂ckchenweise" und leicht zu konsumieren.

Trotzdem liegen auch mir Worte am Herzen, Kommunikation entstehend aus dem  geschriebenen Wort, sich im besten Fall wandelnd in Kommunikation auf allen Ebenen und mit allem was da ist, soweit wir das k√∂nnen. Nat√ľrlich aber auch Kommunikation um gefunden zu werden, um anzusprechen und neugierig zu machen. Diesen Teil auszuklammern w√§re eine L√ľge und was immer ich auch tue, ich m√∂chte dabei so ehrlich sein, wie ich kann.

Dezember 2015
Jörg- Udo Kepplinger