Schwitzhütte für Frieden

Umweltzerstörung, Ausländerfragen, Handel und Wirtschaftswachstum, Hunger, sinnfreier Tod und sinnfreies Töten; in Gemeinschaft leben, Krieg vermeiden; nur weg schauen, missionieren oder rebellieren; Mensch sein, Gefühle leben, glauben können, Mut haben, Wahrhaftigkeit leben, respektvoll sein, zerrissen sein, Bedürftigkeit leben, aufstehen und auferstehen, regiert werden, Wale oder die Welt retten?

Oh ihr Stimmen, möget ihr ruhig sein!
Ruhe soll werden. Auf dass ich meine eigene Stimme hören kann. Auf dass ich meinen eigenen Frieden lebe.

Eine Schwitzhüttenreihe in Frieden, für Frieden und all das, was Frieden ist und bringt.

Frieden ist nicht irgendwo im Außen, Frieden beginnt immer im Inneren, in uns.
Frieden ist auch immer inneres Heil-sein.
Eine Schwitzhüttenreihe für das Aufstehen, in sich.

Die 4 Säulen

Wahrhaftigkeit
Wahrhaftigkeit ist das Kennen des eigenen Herzens und der eigenen Seele, dem Sog des Himmels und der Erde folgend, im stetigen Bestreben nach Ganzheit, Heilung und Erfüllung

Ehrlichkeit
Ehrlichkeit ist das Fundament des Lebens im Außen, der inneren Stimme folgend

Vertrauen
Vertrauen ist die Macht des Schöpfers in jedem von uns
Vertrauen ist die Sprache, die unser Herz versteht
Vertrauen ist die Unerschöpflichkeit des Seins, in jeder Faser unseres Lebens
Vertrauen ist der Motor der Liebe

Liebe
Liebe ist das Gesicht, das Leben spinnt, sich ständig erneuernd und verändernd,
in jeder Form unseres Seins
Liebe ist die Freude der Unendlichkeit

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Wenn die Sonne dem Wind dient, hört das Leben auf.
Wenn die Sonne ihre Bahn verlässt...
Wenn die Sonne ihre Herkunft verleugnet...
Wenn die Sonne ihr Strahlen vergisst...
... dann hört das Leben auf.
Wenn die Sonne dem Wind leuchtet, wird Leben sein,
Und wenn dafür der Wind die Sonne küsst, wird Leben wachsen...

Soll heißen:
Wenn Du Dein Licht und Deine Wege kennst, wird Dein Licht die Unsicherheit der Versuchung überstehen, du wirst wachsen und dafür gestreichelt werden und Dein Same wird verbreitet.

Meine Beweggründe

Sich hinzustellen und über Dinge zu reden, die in meiner Seele und meinem Herzen brennen, ist eigentlich nicht meine Art. Ich bin kein Prediger und demnach verabscheue ich alles, was irgendeinen missionarischen Charakter hat. Ein Missionar hat immer einen Lösungsvorschlag, doch nur selten einen, der für alle passt und nicht weniger selten ist es der Missionar selbst, der nach Heilung schreit.

Anmaßend mag es aber ebenso sein, zu Schwitzhütten für Frieden aufzurufen und dabei die Dinge beim Namen zu nennen; somit vielleicht sogar hier und da wertend zu sein und ohne zu wissen, ob das gesprochene Wort tatsächlich der Wahrheit entspricht. Sicher aber ist, dass es meiner eigenen Wahrhaftigkeit entspricht, der Stimme meiner Seele und meines Herzens folgend.

Meine Arbeit und meine Berufung der letzten Jahre war und ist zum größten Teil das Heilen und das Ausbilden. Wichtig ist hierbei in erster Linie das Individuum, der Mensch und sein freier Wille. Der persönliche (Entwicklungs-) Weg also und nicht zuletzt das Aufgeben von festen und vorgefertigten Strukturen. Das ist eine Arbeit, die individuell und leise ist und eher im kleinen Kreise stattfindet.

Nun aber stelle ich mich hin, mache den nächsten Schritt und folge dem Ruf meines Herzens: Ich gebe ein klares und deutliches Statement für Frieden ab. Im Bitten und dem Vertrauen darauf, dass diesem Ruf möglichst viele folgen und die Kreise größer werden.

Bemüht bin ich, mit der Schöpfung zu sein. Angewiesen bin ich auf die Führung und die Hilfe meiner Spirits. So bin ich Befehlsempfänger und Handelnder zugleich, denn ich folge auch ihrem deutlichen Ruf: Mach Schwitzhütten für Frieden!

Die aktuelle Flüchtlingspolitik ist ein treffendes Beispiel für die Verlogenheit der gerade herrschenden Strukturen. Nur wenige trauen sich laut die Frage zu stellen, warum so viele Menschen ihre Heimat verlassen. Niemand will diese Frage ehrlich beantworten. Alle aber wissen, dass diese Menschen gezwungen sind. Sei es durch globale Umweltverschmutzung, Ausbeutung von Ländern, deren Ressourcen, der Natur und der Menschen oder durch Unterstützung von Diktatoren und Wirtschaftsmachenschaften. Die Tatsache so vieler Hilfe suchender Menschen ist nur ein Beispiel des Ungleichgewichts in dieser Welt. Die Flüchtlinge sind nur ihr Opfer.

Persönlich erlebe ich dieses Ungleichgewicht gerade in Rumänien. Deutsche und österreichische Offroad-Touristen fallen sprichwörtlich in einsame, wenig besiedelte Gebiete ein, ohne einen Funken Respekt für das Land, die Natur oder gar die Leute; Herren-menschen gleich und alles, was sie hinterlassen, ist Verwüstung. Nur einen Hügel weiter wird in großem Stil und mit erheblicher Technik Wald gerodet, für Profit... und die Leute, die dort seit jeher leben, machen sich schon strafbar, wenn sie nur das Holz schlagen, das sie für sich selbst bräuchten. Und auch das sind nur wenige Beispiele von vielen.

Gleichgültigkeit ist sicherlich ein Hebel, der solches Tun möglich macht und persönliche Hilflosigkeit ist ein Weg in Resignation und Fremdbestimmung. Das Engagement einzelner weniger, sei es nun allein oder organisiert in Gruppen, ist gut und ein Anfang, aber leider nicht weitreichend genug, um umfassende Veränderungen herbeizuführen. Veränderungen, die dann hoffentlich Frieden bringen...

Es ist müßig, Regierungen stürzen zu wollen, deren Personen jederzeit austauschbar sind, und das auch, ohne die Macht, die Ideen oder die Mittel zu haben, es anders zu machen. Ebenso müßig ist es, Banken und Wirtschaftssysteme zu verteufeln und dabei zu vergessen, dass ein abruptes Ende dieser Strukturen, sind sie auch überwiegend nur Illusion und Luft, die Welt in ein noch größeres Chaos stürzen würde. Noch mehr Ungleichgewicht wäre die Folge.

Wenn ich über Schwitzhütten für Frieden schreibe, denke ich sehr wohl auch an Revolution, also an das Ende von Altem und einen Neubeginn. Aber keinesfalls können Gewalt, Wut und Ungeduld der Schlüssel dafür sein. Und ebenso wenig falsch verstandene Liebe, die nur der Flucht dient.

Welchen Weg gibt es dann? Das Wollen jedes Einzelnen, das persönliche Streben nach bedingungslosem Frieden für sich. Der Wunsch, die Bitte nach dem ganz eigenen, dem unverwechselbaren und Glück spendendem Leben. Ein Leben, in dem der Mensch seinen Ideen und wahrhaftigen Bedürfnissen, der Stimme seiner Seele und seines Herzens folgt. Das ist der Weg, der nachhaltig universellen Frieden nach sich zieht, unweigerlich. Solch ein Leben ist Vertrauen und ist Liebe.

Wer sonst, wenn nicht wir Menschen in den westlichen Wohlstandsländern hätte die Macht und die Voraussetzungen, aufzustehen und sich auf die Suche nach dem eigenen Frieden zu machen, um diesen dann wahrhaft zu leben? Wir wissen alle, dass die einst freien Völker der Erde nur noch in kleinsten Gruppen existieren. Wir wissen alle um die Unterdrückung der Menschen in so vielen Staaten. Und auch, wenn wir nicht gerne daran denken und noch weniger darüber sprechen wollen, wissen wir alle, wie viele Menschen täglich verhungern oder getötet, ja ermordet werden.

Wir sind genau die, die noch immer am meisten von den Ungleichgewichten dieser Welt profitieren, wer sonst sollte genau das ändern, wenn nicht wir?

Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauen und nicht zuletzt aufrichtige Liebe müssen aber die Pfeiler unseres Werdens und Wirkens werden, sein und bleiben.
Wahrhaftigkeit, um die eigenen, tatsächlichen Bedürfnisse zu erkennen.
Ehrlichkeit, diese dann auch kund zu tun.
Vertrauen in sich, richtig zu handeln und Vertrauen in das Göttliche, dass der Weg, sei er auch noch so steinig, zum Ziel führt.
Und Liebe, geboren durch Wahrhaftigkeit und getragen von Ehrlichkeit, gewachsen auf und durch Vertrauen als ewiger Motor seiner selbst und des Göttlichen in uns.
Das ist Frieden.

Ich möchte also mit dieser Schwitzhüttenreihe nachdrücklich zur Veränderung für Frieden aufrufen.
In uns und um uns...

Details

Termine 2017: 03.03., 01.05., 01.09., 01.12.
Termine 2016: siehe unten
Kosten: 40,- €
Dauer: 10:00 - 22:00 Uhr
Ort: Surberg
Veranstalter: UR-Sprung e.V.

Verbindliche Anmeldung erforderlich!

Bitte für die Zeremonie mitbringen:

  • Schwitzhüttenkleidung:
    Männer: Shorts, Frauen: Tuch, Schwitzhüttenkleid
  • 2 Handtücher
  • der Witterung entsprechende und bequeme Kleidung
  • viel zu trinken
  • 2 Stück zwei Hände große Steine die nicht aus dem Wasser kommen
  • wer mag und hat: rituelle Gegenstände, Amulette, besondere Steine u.ä.
  • Trommeln, Rasseln